(Kurzversion) Konzept der Von-Aldenburg-Schule

Ein neues, ausführliches Konzept unserer Schule wird gegen Ende des Jahres fertiggestellt und dann veröffentlicht.

 

1. Wer sind wir?

Die Von-Aldenburg-Schule (VAS) ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung des Heilpädagoschischen Kinderheims, Waisenstift Varel. Das Waisenstift ist eine Stiftung des privaten Rechts.

Die VAS ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in privater Trägerschaft gemäß Artikel 7, Abs. 4 und 5 GG sowie der entsprechenden §§ des NSchG..

Die Schule wurde 1981 für die Kinder des Kinderheimes gegründet, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf Erziehungshilfe vorliegt. Seit ihrer Gründung erfüllt sie alle Genehmigungsvoraus-setzungen des NSchG. Die staatliche Anerkennung (mit Anspruch auf Landesfinanzhilfe) erfolgte 1987.

Die VAS bietet bis zu 45 Schulplätze an, die sich aus konzeptionellen Gründen auf die Klassenstufen 1 – 6 verteilen. Der Unterricht findet in 3 Schulhäusern statt, in denen je 2 Lerngruppen untergebracht sind, die von 6 Sonderschullehrern/-innen und 2 pädagogischen Mitarbeitern/innen beschult und gefördert werden. Zusätzlich sind versch. Aushilfslehrkräfte beschäftigt.

 

2. Wer ist unsere Zielgruppe?

In unserer Schule für Erziehungshilfe werden Kinder/Jugendliche beschult, bei denen entweder ein sonderpädagogischer Förderbedarf "Erziehungshilfe" oder zusätzlich im Bereich "Lernhilfe" vorliegt. Wir beschulen nur Kinder, die ein weiteres pädagogisches Angebot des Waisenstifts in Anspruch nehmen (z.B. im stationären oder teilstationären Bereich, mit denen wir im systemischen Sinne eng kooperieren).

Die Rückführung unserer Schüler/innen ins öffentliche Schulsystem ist das grundlegende Ziel unserer Arbeit.

Aufgrund unserer konzeptionellen Ausrichtung können wir keine Schüler/innen aufnehmen, bei denen eine primäre Drogenproblematik, eine körperliche Behinderung mit besonderem Pflegeaufwand, eine sog. geistige Behinderung oder von denen eine akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung ausgeht.

Die Größe der Lerngruppen orientiert sich an der vom Kultusministerium festgelegten Lehrer-Schüler-Relation.

 

3. Welches Aufgabenverständnis für diese Zielgruppe haben wir?

Die VAS ist eine Durchgangsschule ohne Abschlussmöglichkeit. Die pädagogischen Grundlagen der Arbeit sind an humanistische und strukturorientierte Konzepte angelehnt.

Triebfeder der Arbeit mit den Kindern ist die Grundannahme, dass jeder Mensch willens und in der Lage ist zu lernen und im Grunde vertrauensvolle Beziehungen zu anderen Menschen aufnehmen will.

Unterricht ist nur ein Teil unserer pädagogischen Arbeit. Der zweite wesentliche Teil ergibt sich aus der Bezeichnung unseres Schultyps: wir leisten Erziehungshilfe und tragen damit zum Gelingen der Arbeit der Gesamteinrichtung bei. Ein dritter Schwerpunkt ist die Kooperation mit allen öffentlichen Schulen, in die wir unsere Schüler rückschulen.

 

4. Welche Ziele streben wir an?

Hauptziel unserer Arbeit ist es Möglichkeiten zu eröffnen, Handlungs- bzw. Verhaltensweisen zu entwickeln, welche unseren Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit eröffnen, in eine öffentliche (Regel-) Schule integriert zu werden.

 

5. Welches sind die (therapeutischen, weltanschaulichen, theoretischen) Grundlagen

     unserer Arbeit?

Unser Konzept beruht auf:

-         dem pädagogisch-therapeutischen Ansatz (5-Phasen-Modell) von Myschker,

-         der Verbindung schülerzentrierter und strukturierter Ansätze von Neukäter u.a.,

-         dem Entwicklungspsychologischen Konzept Piagets,

-         dem Individualpsychologischen Konzept von Dreikurs, sowie

-         den Arbeiten von Rogers, der die LehrerInnen-Rolle als Lernförderer bzw. Lern-

förderinnen beschreibt

Die „Beziehungsarbeit“ ist hierbei die grundlegende Voraussetzung unserer pädagogischen Arbeit. Sie soll von gegenseitiger Wertschätzung, Echtheit und Transparenz geprägt sein.

 

6. Welches sind unsere Arbeitsformen, Methoden und Vorgehensweisen?

Die schulischen Angebote der VAS orientieren sich an den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen unserer Kinder und beinhalten u.a.:

 

 

 7. Wie sind wir intern organisiert?

Das Schulteam trifft sich unter der Leitung des Schulleiters einmal wöchentlich. Die Kleinteams der 3 Schulhäuser treffen sich bedarfsgerecht und organisieren alle Abläufe der Teilbereiche weitgehend autonom.

Die schulische Arbeit erfolgt auf der Grundlage einer gemeinsam erstellten, theoretisch fundierten Konzeption. Merkmale dieser Konzeption sind:

-         kleine Lerngruppen (max. 5 bzw. 7 Schüler)

-         kombinierte Klassen (Erziehungshilfe, Lernhilfe)

-         alters- und geschlechterheterogene Lerngruppen

-         heilpädagogisches Milieu

-         Einzelförderstunden (schulisch, heilpädagogisch, therapeutisch)

-         Klassenlehrer/Innen-Prinzip

-         Gesamt- und Teilkonferenzen (wöchentlich)

-         Sprechstunden/ Sprechzeiten

-         verbindliche Regelwerke (für LehrerInnen und Kinder)

-         keine Schulklingel

-         weitgehender Verzicht auf Noten

-         Vernetzung der Lehrangebote zwischen den Lerngruppen

-         Angleichung an das Schulbuchangebot der öffentlichen Schulen

Die Arbeitszeiten der Schulteammitglieder orientieren sich an denen der öffentlichen Schulen.

 

8. Welche MitarbeiterInnen brauchen wir dazu?

Für die erfolgreiche Umsetzung unseres Konzeptes benötigen wir in jedem Schulhaus mindestens 2 SonderschullehrerInnen sowie je eine/n für die Arbeit mit unserer Klientel geeignete/n pädagogische/n MitarbeiterIn.

 

9. Welche Qualitätsgrundsätze liegen unserer Arbeit zugrunde?

Wir fühlen uns dazu verpflichtet, alle personellen, sachlichen und methodischen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die bei unseren Schülern und Schülerinnen vorhandenen Kompetenzen für eine Re-Integration in das öffentliche Schulwesen ausgeschöpft werden können. Die Bereitschaft zu vertrauensvoller Kooperation mit allen an diesem Prozess Beteiligten ist dabei eine wichtige Grundlage unserer Arbeit.

Weitere qualitätserhaltende bzw. –verbessernde Maßnahmen sind die Teilnahme an Team-Supervisionen, an ausgewählten Fortbildungen und die Durchführung einer jährlich stattfindenden schulinternen Lehrer- und Mitarbeiter-Fortbildungen.

 

Das Team der Von-Aldenburg-Schule

 

  

                                                                

 

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